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European Office for Catholic Youth and Adult Education
Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung

Konsultationsbeteiligung des Europabüros: Zwischenevaluierung der EU-Jugendstrategie durch die Europäische Kommission

Nach Veröffentlichung des externen Evaluationsberichtes zur sogenannten EU-Jugendstrategie und zur Mobilität junger Freiwilliger hat die EU-Kommission nun eine öffentliche Konsultation auf den Weg gebracht, die bis zum 16. Oktober offen war. Mit ihr sollen Erfahrungen und Ideen von Akteuren aus dem Jugendbereich, von jungen Menschen und interessierten Bürgern eingeholt werden. Das katholische Europabüro für Jugendarbeit und Erwachsenbildung hat sich daran beteiligt und eine stärkere strukturelle Einbeziehung der lokalen und regionalen Akteure gefordert, damit die Implementierung der EU-Jugendstrategie in den Mitgliedsstaaten von Europa auch ankommt und wirkt. Klassische Aktionsbereiche in der Jugendarbeit wie Partizipation, Freiwilligentätigkeit und Internationalisierung der Jugendarbeit sollten stärker wieder auf der politischen Agenda dominieren, da diese seit der Wirtschaftskrise von Themen der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa verdrängt wurden. Gerade in einem von Krisen gebeutelten Europa braucht es mehr Austausch und Vernetzung der kommenden Generation innerhalb Europas wie die Träger des katholischen Europabüros fordern. Außerdem wird klargestellt, dass die EU-Jugendstrategie nach 2018 fortgesetzt werden muss und nicht auslaufen darf.  Die Konsultation finden Sie hier...

 Der Prozess wurde mit der Veröffentlichung einer externen Evaluierung im Mai 2016 begonnen. Mit der „Evaluierung der EU Jugendstrategie und der Empfehlung des Rates über die Mobilität junger Freiwilliger innerhalb der EU“ gibt es erstmals einen Überblick über die Relevanz und Wirksamkeit der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit ersten Schlussfolgerungen für die Zeit nach 2018.

 Die Ergebnisse der öffentlichen Konsultation und der externen Evaluierung werden danach von der Europäischen Kommission zusammengefasst und bewertet und als Arbeitspapier der zuständigen Kommissionsdienststelle voraussichtlich Ende dieses Jahres veröffentlicht. Möglicherweise enthält es auch erste Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der jugendpolitischen Zusammenarbeit ab 2019.

 Parallel dazu wird sich das Generaldirektorentreffen „Jugend“ unter slowakischem EU-Vorsitz Anfang Oktober dieses Jahres mit den bisherigen Erkenntnissen befassen.

 Danach sollen die Mitgliedstaaten Anfang 2017 von der Europäischen Kommission zur zukünftigen jugendpolitische Zusammenarbeit konsultiert werden. Außerdem plant die Kommission eine größere „Stakeholder Konferenz“ zu dem Thema, ebenfalls im nächsten Jahr. Weiter will das Referat „Jugendpolitik“ Eurobarometer-Umfragen durchführen lassen, die insbesondere die Ansichten und Meinungen junger Menschen einholen. Die Zukunft der jugendpolitischen Zusammenarbeit soll ebenfalls Thema der nächsten European Youth Week werden, die in 2017 stattfinden wird. Die Europäische Kommission wird mit der Erarbeitung ihres Vorschlages für eine zukünftige jugendpolitische Zusammenarbeit nach der Sommerpause 2017 beginnen und bis Ende des Jahres abschließen. Danach wird sie in Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten treten, was im Rahmen der Ratsarbeit stattfindet.

 Im Ergebnis der Verhandlungen soll der abgestimmte Text zwischen der Kommission und dem Rat der EU dann als Gemeinsamer Bericht beider EU-Institutionen im Herbst 2018 angenommen und veröffentlicht werden.

 Inwieweit sich die Träger des katholischen Europabüros weiter an diesem Prozess beteiligen wird zurzeit diskutiert.

 

 

 

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