Änderungsanträge zum Europäischen Solidaritätskorps eingereicht

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung haben diese Woche Änderungsanträge zum Europäischen Solidaritätskorps (engl.: ESC) eingereicht. Das ESC ist ein in Planung befindliches neues Freiwilligenprogramm der Europäischen Union. Das Solidaritätskorps soll ab Frühjahr 2018 den Europäischen Freiwillligendienst ablösen und bis 2020 100.000 jungen Menschen Freiwlligeneinsätze in ganz Europa ermöglichen. 

Für dieses ambitionierte Ziel sollen nach den Plänen der Europäischen Kommission bis 2020 340 Millionen Euro bereitgestellt werden. BDKJ und Europabüro begrüßen die gesteigerte Aufmerksamkeit für jugendpolitische Themen sehr. Trotz des positiven Ansatzes, gibt es bei der Ausgestaltung des Verordnungstextes noch dringenden Verbesserungsbedarf. Vor allem die Gewährleistung der Arbeitsmarktneutralität-Freiwilligentätigkeiten dürfen keine regulären Arbeitsplätze gefährden oder ersetzen-ist ein zentrales Anliegen. Auch die geplante Vermischung von Freiwilligenprogramm und Beschäftigungsförderung werden kritisiert. Aus diesen Gründen haben sich BDKJ, Kath BAG FWD und Europabüro am laufenden Legislativverfahren durch Änderungsanträge beteiligt

Die Änderungsanträge zum ESC, die sowohl im Ausschuss für Kultur und Bildung als auch im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales des Europäischen Parlaments eingereicht werden konnten, wurden gemeinsam mit der Kommission der Bischofskonferenzen in der Europäischen Union (COMECE), dem Katholischen Büro Berlin, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend (aej) eingereicht. Dies stellt ein starkes Zeichen für die kirchliche Zusammenarbeit dar.